Die Idee

Es ist doch alles in Ordnung?..

... das ist die weit verbreitete Meinung in der Bundesrepublik Deutschland, wenn man über Hunger und Armut spricht. "Wir leben in einem Sozialstaat und bei uns wird auch für die gesorgt, denen es nicht so gut geht." "Wir haben Gesetze, Verordnungen, Regeln, Beihilfen, eben alles damit jeder überlebt." Kennen Sie diese Sätze? Die Fakten sind richtig, aber die Realität sieht ganz anders aus. Es gibt Hunger und Armut bei Jung und Alt in Deutschland, in Nordrhein Westfalen und eben auch in einer Stadt wie Köln.

Armut macht klein.

Als vor mehreren Jahren Kölner Unternehmer und Bürger den Verein "Helfen durch Geben - Der Sack e.V." ins Leben riefen, wurden sie mit diesen Sätzen konfrontiert. Die Antwort dieser Frauen und Männer war und ist: Es mag ja richtig sein was ihr sagt, aber während wir hier diskutieren hungern in Köln hunderte von Menschen. Und denen wollen wir helfen. Einfach mit Lebensmitteln, anonym (in Säcken), ohne konfessionelle oder parteipolitische Hintergründe. Auf ehrenamtlicher Basis.

Hunger tut weh.

Wir wissen es gibt endlos viel Elend auf der Welt. Jeden Tag werden wir alle in den Medien in Wort und Bild damit konfrontiert. Da sehen wir die "Vergessenen" in Afrika, ausgemergelte Kinder, die aussehen wie Greise, Tote und Entstellte in den Auseinandersetzungen religiöser Ideologien. Menschen, die auf und von Müllkippen in Südamerika leben. Ab und zu finden dann die gut gemeinten und sicherlich auch Linderung bringenden, großen Fernsehshows mit Spendenaktion für xyz-Gebiete/ Verwendungszwecke statt.

Mediale Gewissenserleichterung.

Nicht weit weg, in keiner Großaktion oder mediengerechten Inszenierung auftauchend, wohnt das Elend im selben Stadtteil, im selben Wohnhaus, gegenüber oder nebenan. Unbemerkt und nicht laut auf sich aufmerksam machend. Häufig auch aus Scham. In unserer Stadt. Köln. Es sind keine Einzelfälle, sondern häufig "Lebensunfälle". Wir wissen von über 10tsd Personen, die ab Mitte des Monats einfach nichts mehr zu essen haben. Wenn wir auf die Hilfe der offiziellen oder politischen Institutionen warten, kommen wir nicht weiter. Zwar führen Parteien Begriffe wie christlich, sozial, liberal oder menschenwürdig, in Namen und Satzung, es scheint jedoch so, als sei das in Vergessenheit geraten.

Abwarten hilft nicht.

Helfen durch Geben - Der Sack e.V. hilft in Köln. Wir liefern im monatlichen Wechsel an 850 Empfangsadressen und 14 Kindergärten Lebensmitteln an die, die es am nötigsten brauchen. Die Informationen wer das ist, bekommen wir z.B. durch die Caritas, Pastoren oder engagierte Bürger. Die Auslieferung der Säcke erfolgt anonym und wird weitestgehend kostenneutral organisiert. Wir kontrollieren, prüfen, fragen nach und helfen.

Wir helfen in Köln. Helfen Sie doch mit. Wir geben den Kölner Bürgern, die es nötig haben. Jede Spende ist willkommen. Wir "Helfen durch Geben - Der Sack e.V." Ein Sack kostet 25 Euro.

...damit es ein wenig mehr stimmt, dass alles in Ordnung ist.